In der örtlichen Presse wird in der Wochenend-Ausgabe auch auf die Gottesdienste in den Kirchengemeinden hingewiesen. Dabei wird bei denen, die den Gottesdienst halten, meist nur der Nachname erwähnt. Bei Pfarrern oder Pfarrerinnen, gegenwärtig gendergerecht auch „Pfarrpersonen“ genannt, unterscheidet ein i.R., in Ruhe, den ansonsten passiven Prediger von seinen noch im Dienst befindlichen Kollegen. Und -innen natürlich.

Nun war ich also mal wieder „dran“, freiwillig, und lese:

Evangelische Gottesdienste
Sonntag, den 04. Januar 2026
2. Sonntag nach dem Christfest

Nordstadt Auferstehungskirche: 10.00 GD mit Kirchencafé (Wieboldt i. R.)

Wieboldt i.R. Potztausend. Das hatte ich noch nie gelesen. Was bitte ist ein Wieboldt i.R.

Wäre ich bereits von hinnen nach dannen geschieden, wäre das eine denkbare Formulierung. Nur hätte ich unter diesen Umständen nur schwerlich den angekündigten Gottesdienst noch selber halten können.

Ein Dienst habender Mitarbeiter der Kirchengemeinde konnte den (gordischen) Knoten, dieses Wochenend-Rätsel, freilich auflösen:

Wieboldt i.R. heißt: „Wieboldt ist rüstig.“ i.R…

Ja, so wird ein Schuh daraus.