Eines der bekanntesten Karnevalslieder lautet: „Am 30. Mai ist der Weltuntergang, wir leben nicht mehr lang … .“ Im weiteren Text heißt es dann: „Doch keiner weiß, in welchem Jahr, und das ist wunderbar.“ Die Textvarianten gehen von harmlos-lustig bis derb-obszön. Schlussfolgerung stets: „Wir sind vielleicht nicht mehr lang hier – und darauf trinken wir:“ (Die toten Hosen)
Wenig witzig ist eine Pressemeldung der letzten Tage, wonach die „Doomsday Clock“ „die Weltuntergangsuhr“, für 2026 auf 85 Sekunden vor Mitternacht gestellt wurde und damit so nah am symbolischen Katastrophenpunkt ist wie noch nie.
Gründe sind die Verschärfung der wachsenden Nuklearrisiken, unregulierte Technologien wie Künstliche Intelligenz, zunehmende biologische Gefahren und die anhaltenden Klimakrise, schließlich der Aufstieg nationalistischer Autokratien, wodurch die internationale Zusammenarbeit erschwert werde.
Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, sieht der Schreiber in einer Vision
„ einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen.“ (Offenbarung 21,1)
Zerstörung steht hier Transformation gegenüber, hin zu einer geheilten, erneuerten und vollendeten Welt ohne Tod und Leid, Ungerechtigkeit und Trennung von Gott, der „abwischen wird alle Tränen von ihren Augen“ (21,4)
Bis dahin mag Martin Luthers Satz gelten: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“.
Also: Leben bis zuletzt und tun, was dran ist, voller Hoffnung, dass am Ende Alles gut wird.
für den EXTRA TIP 7./8. Februar 2026