Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland. Die Empfangsdame im Bürgerbüro des Rathauses weist alle „Kunden“ ein mit ihren verschiedenen Anliegen.

Zuerst die Bearbeitungsnummer abwarten, die erscheint auf einem der Displays, dann zu einem Computer, dort einige Angaben eintippen, die dort abgefragt werden, noch ein digitales Foto erstellen, fertig.

 

Für den Fall, dass es irgendwo hängt – „dann kommt jemand, der Ihnen hilft.“

So weit, so hilfreich und beruhigend – bis Abtragsteller / Antragstellerin am jenem Bildschirm sitzt und versucht, den Anweisungen Folge zu leisten.

Ein älterer Mann, vielleicht Mitte 80, tut sein Bestes und scheitert. Einmal, zweimal.

Eine junge Frau aus Südostasien, deren Freunde offenbar schon auf sie warten, erklärt ruhig und freundlich, wie man es richtig macht.

Dritter Versuch. Auch der bereitet Mühe. Ein älteres Paar, ach, wer weiß, woher die kamen, Indien, Pakistan? zeigt sich geduldig.

So viele Ausländer in unserer Stadt. Und soviel Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Geduld, zumindest an diesem Morgen,

hier an diesem Schalter, an dem die Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung auch für den Deutschen mit amerikanischem Pass vorbereitet werden musste,

der länger in den USA gelebt hatte und vor vielen Jahren bereits in seine Heimat zurückgekehrt war, wo er nun auch bleiben wollte.

Am nächsten Schalter ein junger Mann, der keineswegs den Amtsschimmel reitet, sondern zügig und freundlich den Antrag zu ende bearbeitet. Seine Kollegin am Nebentisch aus … keine Ahnung, weiter weg, schwatzt gerade mit einer Kollegin. Gerade hat sie keinen Klienten. Ich bin mir sicher, auch sie hätte geholfen, als freundliches ausländisches Gesicht unserer Stadtgesellschaft.