Neulich, am Nebentisch. Ein (Groß-) Redner und ein Zuhörer. Der Redner:
„ICH HABE JA NICHTS GEGEN AUSLÄNDER, ABER … so viele Schwarze in der Fußball-Nationalmannschaft… .“
Und dann legt er nach:
was das für Deutsche sein sollen,
und dann noch: was die heute verdienen … und dass ja nur noch Alles Geschäft sei, anders als zu früheren Zeiten,
die der „Fan“ von Borussia Dortmund dann anführt: mit Hans Tilkowski, Lothar Emmerich, Siggi Held und wie sie alle hießen, die Helden der Borussia, die Mitte der 60er mit einem 2:1 gegen den FC Liverpool im Hampton Park von Glasgow erster deutscher Europapokalsieger wurden.
Damals haben sie eine Schallplatte aufgenommen: „Wir halten fest und treu zusammen … .“ Ich habe seinerzeit lautstark mitgesungen.
Ja, die alten Zeiten.
Und wer sind heute die Leistungsträger der Borussia und was sind deren Wurzeln?
Auf eine Recherche verzichte ich.
Unsere Nationalspieler kicken Alle für Deutschland (AfD) 😉 Die schwarzen Adler wie die weißen.
Also, ich war sehr nahe dran, mir diesen Kumpel vorzuknöpfen, der sich immer mehr in Rage redete, solange ihm jemand zuhörte.
Aber dann ist er eingenickt.
Vielleicht hat er vom WM-Triumpf geträumt, nicht trotz, sondern wegen unseres Kaders der Vielfalt.
PS: Besonderer Dank u.a. an Jerome Boateng, Jimmy Hartwig, Erwin Kostedde, die Helden früherer Kicker-Jahre und Jamal Musiala, Jonathan Tah und all unsere anderen aktuellen „schwarzen Adler“ sowie alle weiteren, die andere als deutsche Wurzeln haben und doch jetzt Deutsche sind.
PPS: Das Wort „bioddeutsch“ ist es nicht wert, hier weiter bedacht zu werden. Allenfalls bei der Wahl zum „Unwort das Jahres“.