Zwei junge Leute kommen die Straße herauf, vermutlich Angehörige benachbarter Familien aus Afghanistan oder deren Besuch. Sie sprechen deutsch, sind vermutlich schon, wie ihre Eltern, hier zur Schule gegangen. Ein bildhübsches Mädchen, mit langem, schwarzen Haar und einer flatternden Leinenhose, der Junge lässig, ebenfalls in schwarz. Ihr Alter? Vielleicht 14, 15, vielleicht auch schon 16.

Das Mädchen spricht und gibt ihren Worten Nachdruck mit einem kräftigen: „Ich schwöre bei Gott“, was wie ein lang gezogenes Einzelwort klingt: IschwörebeiGott.

Vermutlich hätte ihr der junge Mann beim Blick in ihre schwarzen Augen auch so geglaubt, ohne Schwurformel.

Und vermutlich nicht nur er.