Vor zwei Jahren, am 6. September 2024, durfte ich ein Jubiläum feiern; und mit mir noch mehr als einhundert andere Jubilarinnen und Jubilare. Ordination. Einführung in unseren Dienst als Pfarrerinnen und Pfarrer unserer Kirche. 40 Jahre liegt das nun zurück. Und mir ist, als ob es erst gestern gewesen wäre.

Im Gottesdienst in der Marienkirche Gelnhausen haben wir gemeinsam erklärt

„Ich erkenne wohl, dass es ein schweres Amt ist, das ich auf mich nehme. Weil ich aber ordentlich dazu berufen bin und mich auf die Hilfe Gottes und auf das Gebet der ganzen Christenheit verlasse, gelobe ich, allem, was mein Amt fordert, treu und gewissenhaft nachzukommen.“

Ich habe dies versucht. Vieles ist gelungen, längst nicht alles. Dankbar bin ich denen, die das, was wir zu tun hatten, mitgetragen haben, im Miteinander und Gegenüber, in gegenseitiger Wertschätzung und Respekt, in konstruktiver Kritik und der Bereitschaft zu vergeben, wo wir (aneinander) schuldig geworden sind; denn nicht immer war alles gut.

Nun also Ruhestand. Pfarrer bin ich immer noch, der „Herr Pfarrer“ nur noch selten. Aber Pfarrer i.R. halt, „in Reichweite“ für Vertretungen und Ehrenamt und glücklicherweise auch „in Ruhe“, um meine Zeit zu nutzen für das, was jetzt „dran“ ist.

Die Kirche steht heute vor tiefgreifenden Veränderungen. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass auch
das Neue gut werden kann, auch mit weniger Geld und Immobilien und in neuen Strukturen. Denn der wahre Reichtum der Kirche sind die Menschen, die bereit sind, (Mit-)Verantwortung zu übernehmen. Ganz konkret dort, wo sie leben.

Im Bild;

Die Jubilarinnen und Jubilare der Jahre 1959, 1964, 1974, 1984 und 1999