Ich mag sie ja, die SPD (ler).Aber manchmal verstehe ich sie nicht.
So wird bei einer Online-Veranstaltung eine Frau angekündigt, die für die SPD im hessischen Landtag sitzt und dort die Interessen von „Queren, Behinderten und Senioren“ vertritt.
Hier also gehöre ich hin als Senior, zu den Behinderten und den Queren.
Wer wohl die „Queren“ sind, habe ich mich gefragt. Sollte das ein Druckfehler sein und gemeint sind die Querchen? Querch ist nach dem Wörterbuch der hessischen Mundart einer, der in irgendeiner Weise verkehrt ist, abwegig oder unsinnig. Na, das ist jetzt aber nicht freundlich,
gerade aus sozialdemokratischer Sicht, als Senior mit den Querchen in einen Topf geworfen zu werden.
Aber vielleicht war das ja auch gar nicht so gemeint, sondern anders. Druckfehler ja, aber nicht querch, sondern queer.
Das sind jetzt die, die sich unter der Regenbogenfahne versammeln, wenn sie sich versammeln, in diesen (Corona-) Tagen mit Maske und Mindestabstand natürlich.
Queer steht laut Wikipedia heute „sowohl für die gesamte Bewegung als auch für die einzelnen ihr angehörenden Personen“ und sei „eine Art Sammelbecken, in dem sich … außer Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Intersexuellen, Transgendern, Pansexuellen, Asexuellen und BDSMlern auch heterosexuelle Menschen, welche Polyamorie praktizieren, und viele mehr finden lassen.
Für all diese Menschen ist die SPD-Frau also Ansprechpartnerin, im Landtag.
Und dann auch noch für Behinderte. Und Leute wie mich, Senioren.
Da hat sie aber zu tun.
PS: Dieser Text ist während der Corona-Pandemie entstanden, vermutlich um 2021 ff
Foto: Frank Rietsch, Pixabay kostenlos